Ich packe meine Koffer – was muss mit nach Island?

Jetzt wird es ernst: morgen geht es los nach Island und um mich herum mal wieder das ganz normale Chaos. Wer mich näher kennt, weiß, was das bedeutet. Es ist noch so viel zu erledigen, was vor meiner Abreise an Aufträgen, Dokumentationen, Terminplanungen für Kurse etc geliefert werden muss, dazu noch das Übliche vor dem Urlaub (Kühlschrank leeren, Wohnungs-Aufpasser instruieren, letzte Überweisungen tätigen und was sonst noch so unaufschiebbar ist). Diesen Blogartikel zu schreiben gehört auch dazu.

Aber egal. Das schaffe ich auch noch, und wenn ich erst mal im Flieger sitze, ist der ganze Stress vergessen.

Was muss also unbedingt mit an Bord?

Personaldokumente

Pass und Führerschein

Pass/ Führerschein

Für Island genügt der Personalausweis. Ich aber liebe meinen Reisepass mit seiner kleinen Sammlung an exotischen Stempeln, der muss trotzdem mit. ich bewahre Ausweis und Pass getrennt voneinander auf – wenn der eine wegkommt, habe ich noch den anderen. 

Da wir in Island mit einem gemieteten Allrad-Fahrzeug unterwegs sein werden, ist auch der Führerschein wichtig. Einen internationalen Führerschein benötigt man nicht, aber mein „rosa Lappen“ aus den 90er Jahren wird nicht anerkannt. Das hatte ich irgendwie bei der Planung übersehen und musste nun Hals über Kopf einen Karten-Führerschein beantragen. 2 Wochen vor Reiseantritt also ab aufs Bürgeramt (mit Termin, auf den ich 4 Wochen gewartet habe!) Ohne geht in Berlin fast gar nichts mehr). Große verwunderte Augen beim Sachbearbeiter: sowas dauert normalerweise 6-8 Wochen. Na super!

Der nette Herr wußte Rat und schickte mich zur zentralen Führerscheinstelle in die Berliner Puttkamerstraße. Dort wurde das Problem entspannt aufgenommen. Morgen, also 12 Stunden vor Abflug, kann ich den neuen Führerschein abholen. Punktlandung! 

Ganz wichtig: wurde alte Führerschein in einem anderen Bundesland ausgestellt, muss man vor der Neu-Beantragung von dort eine Kopie der Karteikarte anfordern. Dazu noch ein biometrisches Passbild und ein aktuelles Personaldokument (Ausweis oder Pass) – mehr ist nichts nötig.

Kosten: 24,00 € zzgl. Expressaufschlag (bei Abholung) 6,75 €

Zumindest, wenn man im Ausland einen Mietwagen abholen will, sollte man sich hier auf kein Risiko einlassen. Die Vermietungen prüfen die Führerscheine aller potenziellen Fahrer – wäre ungünstig, erst vor Ort zu merken, dass man mit alten Dokumenten nicht fahren darf…

Reiseunterlagen

Flugtickets, Unterlagen für die Zimmerbuchung für die ersten drei Tage im B & B in der Nähe von Reykjavik, Voucher der Autovermietung. Ich bin nicht zwanghaft veranlagt – aber das überprüfe ich mehrmals, bevor ich zum Flughafen fahre. Sicher ist sicher.. Alles andere kann man notfalls am Reiseziel kaufen.

Reisezahlungsmittel

Isländische Kronen

Isländische Kronen

Zahlungsmittel ist die Isländische Krone. Der Wechselkurs erinnert an Zeiten der Italienischen Lira – daran muss man sich erst mal wieder gewöhnen. 500 ISK sind ca. 3,60 €. Das wird ein Rechnen!

Kreditkarten sind weit verbreitet. Auch die Zahlung und das Geld abheben mit EC-Karte ist laut Reiseführer kein Problem.

Wichtig! Die EC-Karte muss seit einigen Jahren für Verfügungen im Ausland freigeschaltet werden, wobei man das Limit pro Tag selbst festlegen kann. Geldabhebungen per EC-Karte sind teuer (in Belgien habe ich kürzlich 7,50 € Gebühren bezahlt!). Über die Kreditkarte fallen am Geldautomaten kaum Gebühren an. Das werde ich in Island noch prüfen. Reiseschecks benutze ich nie. Das ist mir zu umständlich. Bisher bin ich mit meinen Karten super klargekommen.

Reiseliteratur

Reiseführer

Reiseführer

Immer wichtig für die Urlaubsplanung! Ich schwöre auf die Reisehandbücher aus dem Michael-Müller-Verlag. Sie sind etwas teurer als die Standard-Bücher, enthalten aber echte Insider-Tipps und alles Wichtige sowie ausführliche Informationen über Land und Leute, Hinweise zu Straßenverhältnissen und Unterkünften:

http://www.amazon.de/Island-Reisehandbuch-vielen-praktischen-Tipps/dp/3899536894/ref=sr_1_1?s=books-tradein&ie=UTF8&qid=1407959372&sr=1-1&keywords=island+michael+müller

Island-Straßenkarte

Straßenkarte

Für den Auto fahrenden Individualtouristen ist eine gute Landkarte wichtig. Viele Straßen sind in Island nur mit Allrad oder  allgemein schwierig zu befahren. Da ist es gut, wenn diese Hinweise in einer Karte bereist deutlich verzeichnet sind. Wir wählten eine Karte von Freytag und Berndt im Maßstab 1: 400.000:

http://www.amazon.de/Freytag-Berndt-Autokarten-Island-Maßstab/dp/3707904512/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1407959828&sr=8-1&keywords=island+freytag+Berndt

Reiseziele...

Darüber hinaus bietet das Buch „Island – die 50 Ziele, die Sie gesehen haben sollten“ aus dem Bruckmann-Verlag einen sehr guten Überblick über die Highlights des Landes:

http://www.amazon.de/Highlights-Island-Reiseführer-Sehenswürdigkeiten-Gletschern/dp/376546497X/ref=pd_sim_b_7?ie=UTF8&refRID=1BBYPXDPC3Q1A9RCWTZT

Technische Geräte

Geräte,Kabel,Adapter

Geräte,Kabel,Adapter

Ohne Smartphone und Laptop ist ja kaum noch jemand unterwegs. Statt des schweren Laptops, der mich schon nach Ägypten, Tunesien und Fuerte begleitet hat, beschränke ich mich diesmal auf mein iPad und hoffe, dass ich damit so flexibel bin wie sonst auch. Auf WLAN hoffe ich mal. Für eine kleine Bildbearbeitung habe ich mir eine App von GIMP („Awesome GIMP“) installiert, damit geht einiges. Zum Überspielen der Fotos von meiner Kamera aufs iPad habe ich einen USB-Lightning-Adapter. Ausprobiert und funktioniert!

Da wir mit dem Zelt unterwegs sind, ist nicht zu erwarten, dass wir überall Stromanschluss haben, wenn es nötig wird. Für diesen Fall muss auch ein Adapter für das Aufladen im Auto mit ins Gepäck. Ich besitze einen mit zwei USB-Steckplätzen. So sollte auch das gleichzeitige Aufladen von zwei Geräten kein Problem darstellen.

Mit dabei ist auch ein sog. „Anker“ – ein externer Akku von der Firma „Anker“. Vollständig am Netz oder im Auto aufgeladen, kann er mein Smartphone 5 bis 6mal laden, bevor er selbst am Ende ist. Das iPad zieht ihn mit einer Aufladung leer, aber das benötigt ja auch viel mehr Energie.

Was zur Unterhaltung: mein iPod mit ein paar Hörbüchern drauf und Musik. Könnte ja mal regnen..

Und für alles 3 x kontrollieren: die passenden Kabel einpacken !!! Ohne die funktioniert auch der beste externe Akku nichts!

Fotoausrüstung

Fotoausrüstung

Fotoausrüstung

Ist eigentlich keine Frage. Für den Normaltouristen genügt eine digitale Kleinbildkamera oder eine Kompaktkamera. Auch Handy und Tablet machen inzwischen super Fotos. Da ich meine Fotos meist später auch beruflich, u.a. für den Verkauf bei Stockagenturen verwende, nehme ich etwas mehr mit: 

digitale Spiegelreflex-Kamera EOS 450D (mein altes Mädel) mit Standardobjektiv
Macro-Objektiv Sigma 50 mm 1: 2.8 
Polfilter, Verlaufsfilter, kleines Stativ
wasserfestes Etui für Speicherkarten, 4 Stück 16-GB-Speicherkarten 

Ob ich das alles brauchen werde, muss ich schauen. Aber ich habe es erst mal dabei. 

Tipp: eine Trucker-App (Streckenaufzeichnung) aufs Smartphone laden und die Uhrzeit und Kamera und Smartphone synchronisieren. So findet man hinterher schneller die Plätze wieder, an denen die Fotos aufgenommen wurden. Der Tracker zieht nicht viel Strom, kann also bequem über GPS im Hintergrund laufen.

Bekleidung

Sommertemperaturen von 13-17 Grad sind nun nicht gerade das, was man als Mitteleuropäerin erwartet, aber da muss man in Island durch. Wichtig ist winddichte und wasserabweisende Bekleidung, zumindest eine Jacke (habe mich für eine Softshell entschieden) sowie gutes Schuhwerk. Ich habe mich bei Globetrotter beraten lassen und letzten Endes Lederschuhe mit Leder-Innenfutter gewählt. Dazu passende Trekking-Socken, die Blasenbildung und Stinkefüße verhindern sollen. Da ich mal wieder spät dran war, musste ich notgedrungen die Schuhe bei Sommertemperaturen von 26 °C einlaufen – 12 Stunden am Fuß und keine einzige Scheuerstelle und auch keine nassen Socken. Super! 

Tipp: Bei Globetrotter in Berlin (Schlossstraße) kann man die Schuhe ausprobieren. Es ist eine kleine Buckelpiste vorhanden, auf der man über verschiedenste Untergründe und Felsen k´laufen kann. Das bietet eine gute Entscheidungshilfe.

Weiter nehme ich leicht trocknende atmungsaktive Funktionsshirts mit, die ich auch zum Joggen oder Radfahren trage. Sie wärmen, sind dünn und leicht und auch mal schnell auszuwaschen, wenn es denn sein muss. 

Mütze, Schal und Handschuhe kann ich ja schon im europäischen Winter nicht leiden und trage sie nur, wenn es knackig kalt ist, ich meine so ab – 10 Grad. Jaja, ich weiß… Ich bin halt ein Kind von der Küste, ich kann das gut ab. Ich nehme aber artig ein Cap von Space Chaser mit und ein Tuch für den Hals, denn mit Wind ist immer zu rechnen und der kann dann schon fies kalt sein.

Alles in allem wird es eine Auto-Trekking-Tour. Da ist kein Schönheitswettbewerb zu gewinnen. Warum auch? Ich denke, Island wimmelt eher von Rucksack-Touristen als von stylischen Yuppies – mal schauen.

Ach ja… Rucksack! Den mag ich genauso wenig wie Schal und Mütze, aber er muss schon mit. Ist einfach praktisch als Handgepäck im Flugzeug und für unterwegs. Ich habe einen 30-l-Rucksack von Vaude gewählt, sogar extra für die Dame (haha!). Aber er ist schon recht bequem. Zudem verfügt er über einen Regenschutz, den man bei Bedarf über den ganzen Rucksack ziehen kann. 

Medikamente

Man wills ja nicht hoffen, aber einiges an Notfall-Medizin kann nicht schaden: Fieber- und Schmerzmittel, Pflaster, etwas Verbandszeug, Arnika-Globuli gegen Prellungen, Mückenspray, Fenistil-Gel, Ringelblumensalbe für kleine Verletzungen und natürlich das, was man ggf. als ärztlich verordnetes Dauermedikament  nehmen muss.

Kosmetika

Kleine Packungsgrößen reichen für den Urlaub. Da bieten die Drogeriemärkte einiges an vom Deo über Duschgel, Shampoo, Zahnpasta und Cremes. Es sind aber auch kleine Leer-Behältnisse im Angebot, in die man die erforderliche Menge umfüllen kann. Meist bekommt man dazu auch noch eine transparente Plastik-Tasche, so dass man Ganze auch ins Handgepäck nehmen kann.

Camping-Ausrüstung

Dazu schreibe ich an anderer Stelle mehr. Das Zelt, Kocher und Campinggeschirr hat Antje, meine Mitreisende. Da vertraue ich voll auf sie. Meine letzte Campingerfahrung liegt so ca. 35 Jahre zurück.

Für die Übernachtung im Zelt habe ich eine Isomatte, die sich selbst aufbläst und gut zusammen zu rollen ist und einen Mumien-Schlafsack, der bis zu Temperaturen von 5 Grad geeinte ist. Wird es nachts kälter, ziehe ich definitiv um in eine Hütte oder eine Pension. Frau muss ja nicht alles mitmachen an Härte.

Das war Teil 1 des Gepäckberichts. ich werde sicher nach meiner Rückkehr einen weiteren Beitrag zu diesem Thema schreiben und dann genauer sagen können, was sich bewährt hat, was unnötig war und was ich vermisst habe. (Eins vermisse ich schon beim Gedanken an diese Reise – mein bequemes, großes Bett!)

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4 Gedanken zu „Ich packe meine Koffer – was muss mit nach Island?

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