Madrid, Buchladen (c) Reise Leise

Hola Madrid ! – Teil 1


Anfang Juni 2016 habe ich Madrid besucht – ein Kurztrip von 4 Tagen, den ich vor allem zum Besuch der Ausstellung zum 500. Todestag des Malers Hieronymus Bosch nutzen wollte.

Mehr hatte ich nicht geplant, vertraute aber auf meinen MM City Reiseführer, der mir schon für verschiedene Städte tolle Tipps geliefert hatte. Insofern beschränkte sich meine Vorbereitung diesmal vor allem darauf, rechtzeitig ein Online-Ticket für die Ausstellung zu buchen und ein günstiges Hotel, möglichst im Stadtzentrum, zu finden.

Hier nun also ein Bericht über eine wirklich sehr, sehr spontane Entdeckung Madrids!

Anreise

Reisezeit

Von April bis Mitte Juni und von September bis Ende Oktober sind sicher die schönsten Monate, um Madrid zu besuchen. Dann sind die Temperaturen angenehm.

Ich war Anfang Juni in der Stadt und hatte um die 26-30 °C. Eine Woche später sollten es schon 38 °C. Für ausgiebige Stadtspaziergänge sicher zu heiß!

Flugzeug

Erstmals habe ich für die Fahrt zum Flughafen Tegel einen Parkservice gebucht und finde diese Möglichkeit sehr angenehm. Für 49€ (für 4 Tage) habe ich mein Auto bei Dein Stellplatz abgestellt und wurde mit einem kleinen Shuttle-Bus direkt bis zum Haupteingang des Flughafens gefahren. Praktisch – und man erspart sich die Lauferei mit Gepäck und ebenso den Preis fürs Taxi oder die (teuren) Parkhäuser direkt am Flughafen (Tagessatz P1-P3: 35-39€, Tagessatz P10: 19€). Ein weiterer Anbieter ist u.a.  McParking zu ähnlichen Konditionen.

Mit Iberia reist man  in ca. 3 Stunden direkt von Berlin nach Madrid. Für den Flug habe ich 145€ (Hin und Zurück, nur Handgepäck) bezahlt und später noch Gepäck für 60€ dazu gebucht. Das geht in Ordnung.

Wenn das Wetter mitspielt, ist schon die Anreise ein Erlebnis:

Über den Wolken... (c) Reise Leise

Über den Wolken… (c) Reise Leise

Wolkenloser Himmel über Spanien (c) Reise Leise

Wolkenloser Himmel über Spanien (c) Reise Leise

Flughafen Madrid

Mit (ausschließlich) Iberia landet man in Madrid-Barajas. Schon deshalb lohnt es sich mit Iberia zu fliegen – denn Terminal T4 wurde vom britischen Architekten Richard Rogers entworfen und wird nur von Iberia angeflogen. Futuristisch und perfekt auf die Fluggäste eingestellt!

Moderne Architektur im Terminal T4 Foto (c) Reise Leise

Moderne Architektur im  T4 Foto (c) Reise Leise

Moderne Architektur im Terminal T4 Foto (c) Reise Leise

Moderne Architektur im T4 Foto (c) Reise Leise

Moderne Architektur im T4 Foto (c) Reise Leise

Moderne Architektur im T4 Foto (c) Reise Leise

 

 

Vorbildliche Beschilderung im Lift Foto (c) Reise Leise

Beschilderung im Lift Foto (c) Reise Leise

Die Wege ins Stadtzentrum

Taxi

Die Taxis fahren für 30€ direkt bis ins Zentrum. Das ist ein Festpreis, mehr muss man nicht zahlen.

Bus

Busse bringen die Ankommenden zu den zentralen Punkten der Stadt, von wo aus sie dann via Metro schnell an das gewünschte Ziel kommen. Ich habe das nicht ausprobiert, deshalb dazu leider keine weiteren, ausführlichen Angaben zu Preisen oder Dauer der Fahrt.

Bahn

Geht natürlich auch. Der Bahnhof befindet sich im Terminal T4, ist gut ausgeschildert und leicht zu erreichen. Die Züge fahren regelmäßig und der Ticketpreis ist mit 2,60€ (einfache Fahrt) sehr günstig.

Metro

Durch meine Erfahrungen in Rom mutig geworden, habe ich mir das Taxi gespart und bin mit der Metro gefahren. Direkt am Eingang zur Metro-Station befindet sich ein Info-Stand, an dem eine freundliche Mitarbeiterin einen Metro-Plan bereithält und in den verschiedensten Sprachen erklärt, wie man ans Ziel kommt.

An den Fahrkartenautomaten gibt man das Ziel ein (Straße oder Station) und kann dann das Ticket auch per Kreditkarte bezahlen. Vom Flughafen bis zum Stadtzentrum (Station Gran Via) kostet der Einzelfahrschein 5€. Eine einfache Fahrt auf den normalen Strecken ca. 1,50€.

Gut ausgeschildert! (c) Reise Leise

Gut ausgeschildert! (c) Reise Leise

Fahrkartenautomaten (c) Reise Leise

Fahrkartenautomaten (c) Reise Leise

Fahrpläne und Streckennetz

Fahrpläne und Streckennetz

Unterkünfte in Madrid

Hotels

Hotels findet man in der spanischen Hauptstadt natürlich jede Menge – in jeder Preisklasse. Im Vergleich zu anderen Metropolen sind die Preise recht moderat. Paradores gibt es direkt in Madrid nicht.

Hostals

Hostals sind eine sehr günstige Möglichkeit für den Aufenthalt in Madrid. Mein Hostal in der Calle de Fuencarral war nur 2 Minuten von der Metrostation Gran Via entfernt und lag somit mitten im Zentrum. Das „Los Alpes“ ist äußerst günstig. Ich zahlte für ein kleines Einzelzimmer für drei Nächte gerade mal 114€ (ohne Frühstück). Allerdings hatte ich über Booking.com auch schon frühzeitig (Oktober 2015) als Genius-Bucher reserviert.

Es sollte zwar ein nur 9qm großes Zimmer sein, was mich zunächst doch etwas beunruhigte, aber für 3 Tage sollte es sicher genügen. Bei der Anreise war ich dann doch überrascht, wie viel Komfort fürs Geld geboten wurde:

2016-Madrid-Anreise+11

Kleines Zimmer im „Los Alpes“ (c) Reise Leise

Kleines Zimmer im "Los Alpes" (c) Reise Leise

Kleines Zimmer im „Los Alpes“ (c) Reise Leise

Mikrowelle, Wasserkocher, Kühlschrank, Fernseher (nur spanische Programme), Klimaanlage, großes Bett, Ventilator, Bad mit Dusche, Fön, Safe – also alles, was für einen entspannten Aufenthalt nötig ist, war vorhanden.

Gesprochen wird in Englisch (mehr oder weniger), aber die Kommunikation klappt doch ganz gut. Am Liebsten sieht man Bares bei der Bezahlung des Zimmers, aber ich nehme ungern viel Bargeld mit auf Reisen. Nach dem freundlichen Einwand, ich hätte nicht so viel Bargeld bei mir und bei der Buchung wäre Kartenzahlung doch als Zahlungsmethode angegeben, konnte ich dann mit dem bewährten Stück Plastik zahlen.

Frühstücken

Das Frühstück nach kontinentalen Maßstäben ist selten in Hotels zu finden. Man kann es u.U. hinzu buchen. Normal ist Kaffee mit Croissant o.ä., wie man es auch aus Italien kennt, aber Madrid bietet schon in der Früh so schöne Möglichkeiten draußen zu frühstücken, und das macht man auch. Kleine Cafés bieten ein umfangreiches Angebot, das es zu probieren lohnt!

Chocolate con churros - Madrider Spezialität... (c) Reise Leise

Chocolate con churros – Madrider Spezialität…

.. oder deftig-kontinental (c) Reise Leise

.. oder deftig-kontinental (c) Reise Leise

Ausführliche kulinarische Informationen sind aber wie immer einen gesonderten Beitrag Wert. Und der kommt in Kürze!

Sehenswürdigkeiten in Madrid

Wie schon erwähnt, hatte ich keine großen Erwartungen an die Stadt. Ich wollte mich überraschen lassen und das ist auch gelungen.

Man kann das Stadtzentrum sehr gut erlaufen, aber auch die Metro benutzen, dann sieht man aber sie Schönheiten der Stadt nicht!

Hier zunächst einige Fotos. Die Beiträge dazu folgen nach und nach…

Gran Via - DIE Shopping-Mall (c) Reise Leise

Gran Via – DIE Shopping-Mall (c) Reise Leise

Prado und Botanischer Garten (c) Reise Leise

Prado und Botanischer Garten (c) Reise Leise

Rund um den Königspalast (c) Reise Leise

Rund um den Königspalast (c) Reise Leise

Plaza Mayor (c) Reise Leise

Plaza Mayor (c) Reise Leise

 

Mercato San Miguel (c) reise Leise

Mercato San Miguel (c) Reise Leise

Ein ägyptischer Tempel (c) Reise Leise

Ein ägyptischer Tempel (c) Reise Leise

Straßenkünstler (mit freundl. Genehmigung des Musikers)

Straßenkünstler (mit freundl. Gen. des Musikers)

An Goyas Grab (c) Reise Leise

An Goyas Grab (c) Reise Leise

 

 

 

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4 Gedanken zu „Hola Madrid ! – Teil 1

    1. Cordula Kerlikowski Autor

      Liebe Antje,
      Die Ausstellung war großartig! Es wurde ein großer Teil der Werke gezeigt, die von Boshc bekannt sind, dazu noch Gemälde und Zeichnungen aus seiner Umgebung/seiner Werkstatt. Weiter gab es zahlreiche Weiter führende Informationen über die Zeit und das Leben von Bosch.
      Mich hat die Brillanz der Farben begeistert und natürlich die gewaltige Bildsprache. Für mich das schönste Bild war natürlich das Tryptichon „Anbetung der Könige“ – eins seiner Hauptwerke, das Spanien nicht verlassen darf und demzufolge in ’s-Hertogenbosch nicht zu sehen war. So etwas macht einfach nur sprachlos.
      Ein umfangreicher, ansprechender Katalog zu einem fairen Preis rundete den Besuch ab. Da kann ich noch lange blättern.
      Die Ausstellung in Berlin ist umstritten. Ich war noch nicht dort. Einige Freunde warten nicht begeistert- es ist halt Geschmackssache und auch eine finanzielle Frage. 12€ für eine Ausstellung, durch die. An in 30 min durch ist – das ist schön viel. Zumal es keine Originale zu sehen gibt sondern digitale Prohejtionen. Die Van-Gogh-Ausstellung im letzten Jahr in ähnlicher Gestaltung hat mir damals sehr gefallen. Bosch muss ich wahrscheinlich aus Zeitgründen auslassen.
      In diesem Sinne!

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      1. antjesoasis

        Liebe Cordula, vielen Dank für die ausführliche Antwort!! Da bekommt man natürlich Lust in Madrid ins Original zu gehen!! Ich werd es wohl diesmal nur nach Berlin schaffen, seh das aber auch eher kritisch. Danke auf jeden Fall für das Feedback!! Einen lieben Gruß, Antje

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  1. Cordula Kerlikowski Autor

    Gerne, liebe Antje.
    Wenn es nicht Madrid sein soll, es gibt auch einzelne schöne Werke von ihm in Brüssel, Brügge und Gent, die zudem auch wunderschöne Städte sind. Und selbst Berlin hat einige wenige Werke von ihm, ich glaube, ein oder zwei Gemälde und Zeichnungen.
    In Madrid hängen natürlich die meisten Bosch-Werke.

    Viel Spaß in Berlin und vielleicht reservierst du dir ja auch mal einen Tisch oben im Restaurant des Fernsehturms (am Alexandeplatz). Ist ein fantastischer Ausblick zu jeder Jahreszeit.

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