Archiv der Kategorie: Island

Snæfellsnes, Foto (c) ReiseLeise

Tagestour – unterwegs auf Snæfellsnes – Teil 1


Die Halbinsel Snæfellsnes im Westen Islands stand nicht von vornherein auf unserem Programm. Da wir unsere Route aber großzügig geplant hatten und  am Skaftafell weniger Zeit verbrachten als  erwartet, entschlossen wir uns, die letzten zwei Tage unserer Reise entspannt in Stykkishólmur zu bleiben und eine Tagestour auf Snæfellsnes zu unternehmen.

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Islands Wasserfälle


Reist man durch Island, sind Wasserfälle allgegenwärtig. Das liegt in der Natur der Sache (und der Insel). Die Vulkane sind zu jeder Jahreszeit mit Schnee bedeckt und mit der Sonne kommt das Schmelzwasser. Außerdem lassen felsige Untergründe das Versickern nur bedingt zu und so strebt alles zum Meer und gräbt sich teilweise sein eigenes Bett.

Wasserfälle auf Island

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Blick vom Eldfell auf den Eyjafjallajökull Foto: (c) ReiseLeise

Ein Tag auf den Westmänner-Inseln – Teil 2

Nachdem ich im ersten Teil die Überfahrt, den Hafen und die Wanderung zum Fuß des Eldfell beschrieben habe, geht es nun hinauf auf den Vulkan! Die Route ist gut ausgeschildert und führt zunächst um den Vulkankegel herum. Informationstafeln informieren unterwegs über die Insel, den letzten Vulkanausbruch sowie über die geothermale Wärmeversorgung und zeigen auch weitere Wanderrouten auf. Während die dem Hafen und der Stadt zugewandte Seite des Eldfell im unteren Bereich stark mit Schlacken und Gesteinsbrocken übersät war, zeigte die andere Seite kaum etwas vom Chaos des letzten Ausbruchs. Schwarze Lava-Asche bedeckte sanft geschwungene Flächen, die teilweise schon wieder mit sattem Grün bewachsen waren.

Auf dem Weg zum Krater des Eldfell (c) ReiseLeise

Auf dem Weg zum Krater des Eldfell (c) ReiseLeise

Grasbewachsene Flächen am  Eldfell (c) ReiseLeise

Grasbewachsene Flächen am Eldfell (c) ReiseLeise

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Westmännerinseln - Heimaey (c) ReiseLeise

Ein Tag auf den Westmänner-Inseln – Teil 1


Die Westmännerinseln sind unbedingt einen Besuch Wert. Zum einen sind sie geologisch interessant, da sie die höchste Vulkan-Aktivität im Archipel aufweisen. Die Besteigung des letztmalig 1973 ausgebrochenen Vulkans Eldffell ist ein beinahe magisches Erlebnis. Zum Anderen brüten auf dieser Inselgruppe zahlreiche Seevögel, unter anderem die lustig anzusehenden Papageitaucher. Im August war es dafür schon zu spät, aber es gab trotzdem Wunderbares und Einmaliges zu sehen.

Wir besuchten die Hauptinsel Heimaey:

Heimaey/Westmännerinseln, Blick vom Vulkan Eldfell

Heimaey/Westmännerinseln, Blick vom Vulkan Eldfell, Foto: (c) ReiseLeise

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Islands Weihnachtsgesellen

Dass das raue, dünn besiedelte und ursprüngliche Island seine ganz eigene Weihnachtsgeschichte hat, liegt beinahe auf der Hand. Zum einen war es sicher der Mangel an materiellem Wohlstand, andererseits auch die klimatischen Bedingungen und Naturerscheinungen, die den Menschen Kraft und Durchhaltevermögen abverlangten und keine „großen Sprünge“  zu Weihnachten ermöglichten.

Troll-Paar in Reykjavik Foto (c) ReiseLeise

Troll-Paar in Reykjavik 

Auch bei uns gab es früher eher kleine, nützliche Gaben. Nur die Kinder wurden beschenkt und sowohl Weihnachtsbaum als auch der dicke Mann mit rotem Mantel und weißem Rauschebart sind Erfindungen der Neuzeit.

Die Strafe eines ausbleibenden Geschenks für „böse Kinder“ ist in vielen Traditionen vertreten – heute pädagogisch verurteilt, war es früher sicherlich eine gewisse Drohung, sich an die Regeln der Gesellschaft zu halten, wo es tatsächlich existenzielle Nöte gab und das Eingliedern in die familiäre und übergeordnete gesellschaftliche Struktur überlebenswichtig war. Alle mussten sich an der Schaffung und Erhaltung von Lebensgrundlagen beteiligen. Die Kinder leisteten ihren kleinen Beitrag dazu und wurden erzieherisch an diese Notwendigkeiten herangeführt. Das ist, glaube ich, der eigentliche Sinn von „Knecht Ruprecht“ und anderen einschüchternden Gesellen. Dass es später eine Methode wurde, Kinder tatsächlich einzuschüchtern und emotionale Gewalt auszuüben, ist möglicherweise erst ein Ergebnis späterer gesellschaftlicher Entwicklungen. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung und zum Glück sind die Weihnachtsstrolche, wie sie auch immer heißen mögen, heute eher lustige Gesellen und gehören, losgelöst von früherer Bedeutung, einfach weiter dazu.

Nun aber zurück nach Island.

Hier gibt es nicht nur EINEN Weihnachtsmann, sondern gleich 13! Es sind knuffige Gesellen, die die Menschen ab dem 12. Dezember heimsuchen und mit ihren kleinen Rüpeleien so einiges erklären, was sich so in der Weihnachtszeit an wunderlichem ereignet: knallende Türen, verschwundene Leckereien, abgebrannte Kerzen, das Gefühl beobachtet zu werden usw. ab derm 25.12. geht dann jeden Tag einer der Gesellen wieder zurück, bis am 6. Januar wieder alle verschwunden sind.

Die Weihnachtsgesellen sind Kinder eines sehr seltsamen Paares – Grýla und Leppalúði – zwei Trollen aus dem Hochland.  Grýla ist eine einschüchterne mächtige Frau, unter deren Fuchtel ihr Mann nicht viel zu sagen hat. Ihr wird nachgesagt, unartige kleine Kinder zu fressen (das kennen wir doch aus „Händel und Gretel“) und auch ihre Katze Jólaköttur bewegt sich in diesem Sinne, indem sie faule Leute frisst. Hier zeigt sich der Kern, durch die „Androhung“ von Strafe die kleine, enge Gesellschaft in lebensfeindlichem Umgebung zusammenzuhalten.

Ihre Söhne aber, die sie ab dem 12. Dezember zu den Menschen schickt, nehmen das mit den Strafen nicht zu ernst. Sie bringen etwas Unordnung in das geregelte Winterleben und lassen kleine Geschenke zurück, in den Schuhen der Kinder. Wer nicht artig war, bekommt eine faule Kartoffel oder ein Stückchen Kohle – sicherlich kommt das heute faktisch kaum noch vor.

Hier die ruppigen Gesellen im Einzelnen:

Pferchpfosten, Schluchtenkobold, Knirps, Löffelschlecker, Topfauskratzer, Essnapf-Schlecker, Türknaller, Skyr-Giechlund (Skyr=leckerer Quark), Wurstdieb, Fensterglotzer, Türschlitzschnüffler, Fleischarmer, Kerzenschnorrer.

Sie alle verkürzen das Warten auf das Weihnachtsfest und sind in Island dann überall präsent. In Reykjavik fanden wir ein Geschäft, das das ganze Jahr über Weihnachtsartikel anbietet. Auch die Weihnachtsgesellen waren dort auf verschiedenen Waren zu sehen. Ganz besonders lange´tan hatte es mir ein schön illustriertes Kinderbuch, das es überall in verschiedenen Sprachen zu kaufen gab. In einer Tankstelle in Hvolsvöllur fand ich es dann auf deutsch – aber auch auf dem Flughafen in Keflavik hätte man es kaufen können. Eine lustige, sympathische Geschichte über Grýla und ihre abgefahrene Familie. Meine dreijährige Enkeltochter liebt sie!

Quelle: Brian Pilkington „Die Weihnachtsmänner“ – wie Isländer traditionell Weihnachten feiern
ISBN 978-9979-3352-4 Verlag Mal og Menning

In diesem Sinne: Gleðileg jól! – Frohe Weihnachten !

Hier gibt es noch einige kleine Filme zu Weihnachten und Winter in Island von Planet Schule:

http://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?film=8889

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Restaurant im Geysir-Besucherzentrum, Foto (c) ReiseLeise

Eishai oder Hummersuppe – Essen und Trinken in Island


Als Camping-Wandervögel haben wir in Island die Selbstversorgung in vielen Facetten ausprobiert und so gebe ich hier eine kleine Zusammenfassung dessen, was uns wo auf die Teller und in die Gläser/Tassen kam.

Kaffeepause am Skogafoss, Foto (c) ReiseLeise

Kaffeepause am Skogafoss, Foto (c) ReiseLeise

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Jökullsarlon-Panorama 2014

Jökulsárlón – magischer Ort der Stille und Einkehr


Wenn man mich fragt, was mich auf meiner Reise durch Island am meisten beeindruckt und berührt hat, dann ist die Antwort schnell gegeben:

Die Gletscher-Lagune Jökulsárlón im Vatnajökull-Gebiet ist das atemberaubendste Naturschauspiel, das mir (bisher) auf Island begnet ist. Sicher – eine Gletscherwanderung oder der Blick auf die glühende Lava eines aktiven Vulkans würden möglicherweise meine Bewertung ändern, aber das muss einer späteren Island-Reise vorbehalten bleiben.
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