Schlagwort-Archive: 2014

Snæfellsnes, Foto (c) ReiseLeise

Tagestour – unterwegs auf Snæfellsnes – Teil 1


Die Halbinsel Snæfellsnes im Westen Islands stand nicht von vornherein auf unserem Programm. Da wir unsere Route aber großzügig geplant hatten und  am Skaftafell weniger Zeit verbrachten als  erwartet, entschlossen wir uns, die letzten zwei Tage unserer Reise entspannt in Stykkishólmur zu bleiben und eine Tagestour auf Snæfellsnes zu unternehmen.

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Islands Wasserfälle


Reist man durch Island, sind Wasserfälle allgegenwärtig. Das liegt in der Natur der Sache (und der Insel). Die Vulkane sind zu jeder Jahreszeit mit Schnee bedeckt und mit der Sonne kommt das Schmelzwasser. Außerdem lassen felsige Untergründe das Versickern nur bedingt zu und so strebt alles zum Meer und gräbt sich teilweise sein eigenes Bett.

Wasserfälle auf Island

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Blick vom Eldfell auf den Eyjafjallajökull Foto: (c) ReiseLeise

Ein Tag auf den Westmänner-Inseln – Teil 2

Nachdem ich im ersten Teil die Überfahrt, den Hafen und die Wanderung zum Fuß des Eldfell beschrieben habe, geht es nun hinauf auf den Vulkan! Die Route ist gut ausgeschildert und führt zunächst um den Vulkankegel herum. Informationstafeln informieren unterwegs über die Insel, den letzten Vulkanausbruch sowie über die geothermale Wärmeversorgung und zeigen auch weitere Wanderrouten auf. Während die dem Hafen und der Stadt zugewandte Seite des Eldfell im unteren Bereich stark mit Schlacken und Gesteinsbrocken übersät war, zeigte die andere Seite kaum etwas vom Chaos des letzten Ausbruchs. Schwarze Lava-Asche bedeckte sanft geschwungene Flächen, die teilweise schon wieder mit sattem Grün bewachsen waren.

Auf dem Weg zum Krater des Eldfell (c) ReiseLeise

Auf dem Weg zum Krater des Eldfell (c) ReiseLeise

Grasbewachsene Flächen am  Eldfell (c) ReiseLeise

Grasbewachsene Flächen am Eldfell (c) ReiseLeise

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Restaurant im Geysir-Besucherzentrum, Foto (c) ReiseLeise

Eishai oder Hummersuppe – Essen und Trinken in Island


Als Camping-Wandervögel haben wir in Island die Selbstversorgung in vielen Facetten ausprobiert und so gebe ich hier eine kleine Zusammenfassung dessen, was uns wo auf die Teller und in die Gläser/Tassen kam.

Kaffeepause am Skogafoss, Foto (c) ReiseLeise

Kaffeepause am Skogafoss, Foto (c) ReiseLeise

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Wie ein Hot Pot die Gedanken klär…

Unser netter Vemieter Doddi hatte uns unerwartet für gestern und heute einen kleinen Honda Jazz zur Verfügung gestellt. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, etwas früher als geplant einige Touren durch die Umgebung zu unternehmen. Damit war auch das Vorbereiten meines ersten Blogbeitrags etwas in den Hintegrund gerückt.

Gestern unternahmen wir nach dem Frühstück einen ersten Spaziergang in Reykjanesbaer – unglaublich, wie schon hier Landschaft, Natur, selbst kleine Details die Farben und Stimmungen des Landes wiedergeben.

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Und die erste Erkenntnis: es ist ziemlich windig! Gut! Darauf waren wir vorbereitet. Direkt am der Küste wehte es mächtig. Als Stadtmenschen genossen wir die Naturgewalten und den Anblick des Meeres und der ungewohnten Strukturen:

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Eigentlich wollten wir uns die 2 Tage im ACE B&B aklimatisieren und am Sonntag mit dem Bus nach Reykjavik fahren. Als unser Vemieter uns aber das Auto seines Nachbarn zu einem Schnäppchenpreis anbot, änderten wir kurzerhand unsere Pläne und machten uns mittags zu einer kleinen Rundreise auf.

Zur kleinen Kirche in der Nähe von Gadur, zu den beiden Leuchttürmen von Gareskög und danach zum „1000-Krater-Park“. Auf dem Weg lag auch die „Brücke zwischen den Kontinenten“. Was wir unterwegs sahen, war beeindruckend! Ich werde darüber ausführlicher berichten, wenn ich wieder zu Hause bin, zumal ich sicher mit Abstand auch einiges zusammenfassen und mehr weiter führende Informationen zusammenstellen kann.

Hier ein kleiner Überblick:

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Die kleine Kirche

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Der Leuchtturm in Gareskög

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Kraterlandschaft

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Blick von Amerika nach Europa

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Verschiedenste Farben in der Abendsonne

Die Entfernungen sind kurz, so dass die ganze Strecke mit vielen Foto-Stopps entspannt zu bewältigen war.

Zurück in unserer Unterkunft überraschte uns Doddi mit der Nachricht, dass unsere persönliche „Blaue Lagune“ gefüllt sei. Da Wasser käme direkt vom Wärmekraftwerk de Blauen Lagune. An anderer Stelle werde ich dazu und zu den andern „Hot Pots“ der Insel ausführlicher berichten.

Doddis Pot steht auf der Terrasse und war bis zum Rand mit 39 Grad heißem Wasser gefüllt. Was für ein entspannendes Gefühl, bei einer Außentemperatur vor 12 Grad zu versinken und zu entspannen! Danach war ich fix und alle und konnte nur noch schlafen.

Heute fuhren wir am Morgen nach Reykjavik, die nördlichste Hauptstadt der Welt. Was für eine wundervolle Stadt ! Auch darüber werde ich noch ausführlicher berichten. Hier zunächst drei markante Bauwerke:

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Das „Wikinger-Schiff“

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Die Hallgrimskirche

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Das Harpa-Konzerthaus

Schon diese wenigen Bilder zeigen, was man alles entdecken kann.

Auch heute war der Pot wieder gefüllt und wir genossen einen noch stärkeren Temperaturunterschied. Außentemperatur war heute Abend ca. 10 Grad, aber der Wind hatte nachgelassen.

Die Nachrichten brachten auch Neuigkeiten: unter dem Eis des Vatnajökull grummelt es ganz mächtig in 700 Meter Tiefe. Seit 2 Tagen bebt dort die Erde mit einer Stärke von 2,5 bis 3,5 – die stärksten Aktivitäten seit dem Ausbruch, der 2010 halb Europa lahmgelegt hat. Einige Straßen wurden geschlossen, Flugsicherung und Katastrophenschutz sind in Bereitschaft – für isländische Verhältnisse alles noch im Normbereich. Trotzdem unkten unsere Vermieter schon, dass wir wohl länger bleiben müssten. Nun ja, gar nicht so ein schlechter Gedanke…

Morgen holen wir unseren kleinen Jeep von der Autovermietung und machen uns auf dem Weg ins Camping-Abenteuer. Der Luxus eines kuscheligen Bettes ist dann erst einmal vorbei. Aber die Hot Pots sind überall, selbst mitten in der Natur. So werden wir das bestimmt noch öfter genießen.

Die Blaue Lagune lassen wir links liegen. Mit 65 € ist der Eintritt sehr teuer, selbst das bloße Gucken auf einer Brücke kostet 10 €. Das ist echt viel für eine übervölkerte Riesenbadewanne. Es soll viel schönere, verstecktere und wenig frequentierte Hot Pots geben und wir werden sie finden.

Dann ist es auch mit dem WLAN möglicherweise erst einmal vorbei. So entschloss ich mich beim Rumträumen im Pool dazu, über erste Eindrücke zu berichten und einiges von zu Hause aus später ausführlicher zu beschreiben. Auch die Bildbearbeitung ist doch etwas einfacher am großen Bildschirm.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen entspannten Abend, auch wenn ihr wahrscheinlich schon in den Betten liegt. Hier ist es kurz nach 22 Uhr und es ist noch recht hell hier.

Also bis demnächst !

Auf nach Island!

Diese Reise nach Island, in den „wilden Teil“l von Europa hatte ich schon lange auf dem Schirm. Hier findet man die Ursprünglichkeit der Natur noch teilweise unberührt vor und es ist eine Herausforderung, dieses Land individuell zu bereisen.

Eine organisierte Tour kam für mich, wie immer, nicht in Frage. Ich möchte die Zeit haben, mich umzuschauen solange ich mag und dort zu bleiben, wo es mir gefällt. So eine Reise macht man nicht jedes Jahr.

Eigentlich wollte ich mir ein Wohnmobil mieten und dann von Ort zu Ort reisen. So hat man sein „Haus“ immer dabei und kann teure Hotels oder Pensionen vermeiden. Spontan entschied sich eine Freundin mitzukommen, so dass wir die Unterkunft neu diskutierten. Ein Wohnmobil für 2 Wochen ist ziemlich teuer, zumal es unbedingt ein Allrad-Fahrzeug sein musste. Für die interessantesten Areale der Insel (z.B.„Goldenes Dreieck“) ist Allrad-Antrieb vorgeschrieben,So ein Wohnmobil in unbekanntem Gelände zu rangieren, hat sicher auch seine Tücken, zumal ich damit keinerlei Vorkenntnisse habe.

Also neu überlegen und als Antje die Reise mit Zelt vorschlug, schien mir das doch gut machbar, auch wenn ich eigentlich seit meiner Jugend nicht mehr viel Lust auf Camping hatte. Es ist einfach am preiswertesten. In Island gibt es eine Camping-Card, kostet etwas über 100 € und gilt für kostenloses Campen auf übers 40 Plätzen auf der Insel. Also das Gepäck noch mal kurz umdisponieren:

An Gepäck ist doch einiges mehr nötig als sonst... Foto (c) Cordula Kerlikowski

An Gepäck ist doch einiges mehr nötig als sonst… Foto (c) Cordula Kerlikowski

Beste, aber auch teuerste Reisezeit ist Mai/Juni/Juli – da ist es aber auch am teuersten. So entschieden wir uns Mitte bis Ende August. Ab September kann schon Schnee fallen – dann also lieber nicht. Vor allem für das Anmieten eines Fahrzeugs ist die Reisezeit entscheidend, da gibt es große Unterschiede.

Nach Island gibt es gute Flugverbindungen. Wir haben uns für Wow Air entschieden, einer günstigen Airline, mit der auch schon Prinz Harry geflogen ist – sollte also doch eine gute Wahl sein, oder? Zudem fliegt man von Berlin-Schönefeld, was quasi bei mir um die Ecke ist.

Die Preise für so einen langen Flug sind günstig und betrugen bei Buchung im November 2013 inkl. Buchung, Gebühren, Reisekosten-Rücktrittsversicherung und Sitzplatzreservierung und Gepäck (1. 20-kg-Gepäckstück 23 € pro Flug, 2. Gepäckstück 37 € pro Flug) nur 350 €. Bei Air Berlin ist man mit ca. 500 € dabei.

Die Buchung über die Webseite ist einfach und übersichtlich. Will man allerdings später z.B. noch Zusatzgepäck buchen, muss man schon ein bisschen suchen. 8″Flug umbuchen“ => „Service“ => Zusatzgepäck“). Letzten Endes bekommt man aber auch innerhalb von ca. 2 Tagen Antwort auf eine E-Mail oder Hilfe am Telefon (Englisch):

Call Center Wow Air: (+49) 40 30 187 420

Für die ersten drei Nächte haben wir uns in einem B&B in Flughafennähe eingebucht. Von hier aus starten wir mit Ausflügen in die Hauptstadt Reykjavik und in die Umgebung („Blaue Lagune“ ??), bevor wir dann den Mietwagen vom Flughafen holen und die eigentliche Tour beginnen.

Das Zimmer habe ich über Booking.com gebucht:

Zweibettzimmer mit Gemeinschaftsbad, inkl. Frühstück für drei Übernachtungen: 264 €.

Schlafsäle, Gemeinschaftsbäder etc. sind durchaus üblich und die Preise dementsprechend sehr preiswert (Schlafsaal) bis exklusiv (Hotel).

Allrad ist unbedingt zu empfehlen, da selbst die Ringstraße nicht durchgängig asphaltiert ist und für bestimmte Strecken ohnehin Allrad vorgeschrieben ist. Das ist auch der teuerste Posten unserer Reise. Das haben wir über ein Reisebüro gebucht, um für eventuelle Unfälle/Probleme etc. deutsche Versicherungsbedingungen in Anspruch nehmen zu können.

Preis für einen Suzuki Jimny 4×4 inkl. Versicherung und zweitem Fahrer für 10 Tage ca. 1.500 €.

Besondere Reisedokumente oder Visa sind nicht erforderlich. Ich muss allerdings noch meinen „Rosa Lappen“ in einen neuen Führerschein (Chipkarte) umtauschen. Das war sowieso überfällig. Kostet so ca. 25 €. Ein internationaler Führerschein ist nicht nötig.

Das ist so ungefähr alles, was man von Deutschland aus schon mal buchen sollte.

Was das Gepäck, Reise-Literatur und Kartenmaterial betrifft – das kommt im nächsten Bericht.