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CHOCOLATE CON CHURROS

Churros in Madrid – ein Schlemmer-Tipp!


Es wird Winter. Novemberkälte und Nieselwetter sind inzwischen hier eingezogen und ich erinnere mich jetzt etwas wehmütig an die heiße Schokolade in Madrid:

Chocolate con Churros

Madrider Spezialität

Die Leckerei Chocolate con Churros wurde in meinem Reiseführer besonders empfohlen. Dabei handelt es sich um hausgemachte Trinkschokolade (kein Instant-Produkt !!) und ein Fettgebäck, das die Madrider schon zum Frühstück essen. Ein Brandteig wird in Fett ausgebacken und ggf. mit Zucker bestreut. Die Portionen sind großzügig bemessen.

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Kulinarische Reiseerinnerungen – Tunesien


Wie ich schon in einem früheren Beitrag berichtet habe, bringe ich mir gern Souvenirs von meinen Reisen mit, die ich im Alltag auch gebrauche. Dazu gehört eine Tajine, die ich aus Djerba (im Handgepäck) unversehrt bis Berlin transportiert habe.

Im Folgenden berichte ich über das Kochen mit diesem „Zaubertopf“:
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Wo der (rosa) Pfeffer wächst…


Bei meinem Aufenthalt auf Djerba wohnte ich in einem der Mitarbeitergebäude des Clubs – kleine Häuser etwas abseits des Clublebens. Und das war auch gut so. Dort arbeiten wo andere Urlaub machen, klingt verlockend, doch spätestens nach einer Woche sehnt man sich nach einem ruhigen, abgeschiedenen Platz, um dem lebhaften Treiben zu entgehen und abzuschalten. Animateure haben lange Arbeitstage… Aber alles in allem doch für eine gewisse Zeit ein toller Job!

Ich konnte meinen Arbeitsplatz auf verschiedenen Wegen erreichen: entweder über das Hauptgebäude, wenn ich sowieso erst einmal zum Essen gehen wollte bzw. „hinten herum“ nach einer Pause oder wenn ich mal wieder etwas zu spät aus dem Bett gekommen war.

Auf beiden Wegen kam ich an Bäumen vorbei, die doldenartige rosa-rote Früchte trugen. Ein irgendwie bekannter Duft lag in der Luft, aber ich konnte diesen zunächst nicht klar einordnen.

Pfefferbaum, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Pfefferbaum, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Bei einem Abendessen war das Menü genau mit diesen Dolden und einigen Blättchen dekoriert. Ich tat sie zur Seite bevor mich meine Tischnachbarin darauf hinwies, dass es sich dabei um sehr schmackhaften rosa Pfeffer handelte. Aha! Jetzt war mir auch klar, wonach es in der Nähe der Bäume so herrlich duftete. Wahrscheinlich waren es als Zierpflanzen angepflanzte brasilianische Pfefferbäume, zumindest nehme ich das an, wenn ich Bilder vergleiche.

Ich probierte also vorsichtig, denn was Schärfe betrifft, bin ich ein echtes Weichei! Umso überraschter war ich, wie fruchtig und mild diese frisch geernteten Kügelchen schmeckten. Einfach herrlich!

Seitdem spazierte ich regelmäßig an den Bäumen vorbei und sammelte ein, was an reifen Fruchtdolden auf dem Rasen landete. Abpflücken wollte ich nichts, aber auch durch das Aufsammeln bekam ich nach und nach einen kleinen Vorrat zusammen, den ich bis zu meiner Abreise trocknen ließ und in einer kleinen Papiertüte dunkel aufbewahrte.

Pfefferdolden, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Pfefferdolden, Foto (c) C.Kerlikowski

Pfefferkörner, Foto (c) Cordula Kerlikowski

Pfefferkörner, Foto (c) C.Kerlikowski

 

 

 

 
Die Farbe variiert von rosa über rot-orange bis rot, immer jedoch schmecken sie fruchtig mit typischem Pfefferaroma ohne die brennende Schärfe eines schwarzen oder weißen Pfefferkorns. Da sie frisch sind, sind die Körner noch weicher, und beim Drauffbeißen entwickelt sich eine geschmackliche Sinfonie… Jaja, ich war einfach begeistert!

(Die Schale rechts ist natürlich auch aus Djerba – Gebrauchskeramik mit dem typischen Berber-Dekor.)

Sehr gut ist dieser Pfeffer ungemahlen in Fleisch- und Fischgerichten zu verwenden – einfach großartig in Bratensoßen oder im Gulasch, aber auch in vegetarischen Zubereitungen.

Hier ein veganes Rezept – schnell und sehr lecker (für 1 Person):

1 mittelgroße Möhre
1 kleine Zwiebel
1 kleine oder 1/2 mittelgroße Zucchino

1 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel fruchtige Sojasoße
1 Teelöffel Rosa Pfeffer
50 ml alpro Soya cuisine oder für Nicht-Veganer: Sahne)
Kräuter der Provence (TK)

Die Möhre grob raspeln, die Zwiebel würfeln, den Zucchino in Streifen schneiden. Beides im Olivenöl andünsten, die Sojasoße hinzufügen, 5 min bei mittlerer Hitze weiter garen. Zucchino und den Pfeffer zugeben.

Das Ganze weiter dünsten und dabei gut umrühren. Darauf achten, dass der Zucchino bissfest bleibt.

Sahne oder Soja cuisine hinzufügen und leicht einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Dazu: Pasta oder Basmati-Reis

Man kann diesen Pfeffer auch in Deutschland kaufen. Den aus dem Supermarkt habe ich ausprobiert – ist nix. Weder im Duft noch im Geschmack auch nur annähernd mit dem zu vergleichen, den ich aus Nordafrika mitgebracht habe. Wie sollte er auch?

Besser ist es, in arabischen Fachgeschäften oder im Internet bei Spezialisten nachzufragen.

Ich habe neulich eine 130g – Dose von Wiberg gekauft. Beim Öffnen der Dose kam sofort der typische Duft, das Aroma ist auch sehr gut. Natürlich bleibt da  ein Unterschied zum frisch geernteten Pfeffer, aber immerhin.. ein Kompromiss bis zur nächsten Reise!