Ahrenshoop/Darß (c) Reise Leise

Ostseetrip – ein Tourvorschlag, Teil 2


In Teil 1 meines Ostsee-Berichts habe ich über Bad Doberan und Rostock-Warnemünde geschrieben. Nun geht es über Warnemünde Richtung Darß:

Eigentlich hatten wir geplant, am Vormittag Rostock zu erkunden, das Wetter war jedoch viel schöner als am Vortag, so dass wir lieber noch einmal zum Fotografieren nach Warnemünde fahren wollten. Deshalb zu Rostock hier nur ein kurzer Abriss:

Rostock

Zur Geschichte

Die Stadt Rostock ist eine norddeutsche kreisfreie Groß-, Universitäts- und Hansestadt unweit der Ostsee und über Warnemünde mit dem Meer verbunden. Bereits 1219 erhielt Rostock das Stadtrecht und kam als Mitglied der Hanse zu Blüte und Erfolg. Aus dieser Zeit stammen auch zahlreiche Gebäude der Norddeutschen Backsteingotik wie Wohnhäuser und Kirchen.

Petrikirche am Abend (c) ReiseLeise

Petrikirche am Abend (c) ReiseLeise

Empfehlenswert ist ein Rundgang durch die Stadt, wo man die schönen Bürgerhäuser, das alte Universitätsgelände und die Marienkirche besichtigen kann.

In den letzten Jahren hat sich viel getan und man findet hier schöne Geschäfte, kleine gemütliche Kneipen und Restaurants. Im Sommer laden die Außenbereiche der Lokale zu einem Zwischenstopp ein. Ein gutes Essen oder eines der lokalen Biere sind Verlockung genug.

Sehenswürdigkeiten

Marienkirche

Die über 700 Jahre alte Marienkirche ist ein hervorragendes Beispiel der Norddeutschen Backsteingotik und birgt viel Schätze. Einmalig ist die astronomische Uhr aus dem Jahr 1492, die bis heute in Funktion ist und von der Meisterschaft der Uhrmacher zeugt.

Bemerkenswert ist auch das alte Taufbecken.

Kröpeliner Tor

Das Kröpeliner Tor ist eins der ehemals 22 Stadttore von Rostock. Es wurde 1290 erstmals in Dokumenten erwähnt und gilt als das schönste. Es kann besichtigt werden.

Universitätsplatz

Hier stehen  Gebäude der Rostocker Universität, die 1419 gegründet wurde. Sie ist die erste Universität des Ostsee-Raumes, war jedoch die letzte Universität, die Frauen das Studium gestatteten. Heute sind hier fast 14.000 Studierende eingetragen.

Kloster zum Heiligen Kreuz

Im Kloster zum Heiligen Kreuz findet sich eine komplett erhaltene Klosteranlage aus dem 13./14.Jahrhundert. Im Inneren der Anlage gibt es pittoreske kleine Häuschen und ein Museum.

Weitere Sehenswürdigkeiten findet man hier ausführlich erläutert.

Stadthafen

Zum Stadthafen haben wir doch noch einen kleinen Abstecher gemacht. Hier hat man eine schöne Sicht auf die Silhouette der Stadt, auf Fischerboote und große Pötte. Dort befindet sich auch der Firmensitz der Kreuzfahrtgesellschaft AIDA. Die historischen Speicher sind ebenfalls einen Blick wert. In einem kann man ganz oben ein Restaurant besuchen und die Stadt aus exklusiver Höhe überblicken.

Speicher im Stadthafen (c) Reise Leise

Speicher im Stadthafen (c) Reise Leise

Skulptur "Große afrikanische Reise" Von Jo Rastram

Skulptur „Große afrikanische Reise“ von Jo Jastram

Blick auf Rostock (c) Reise Leise

Blick auf Rostock (c) Reise Leise

Bemerkenswert ist die Skulpturengruppe vor dem Firmensitz von AIDA – ein Werk des Rostocker Künstlers Jo Jastram.  Beeindruckend schildert der Bildhauer die Mühen der afrikanischen Menschen:

Skulptur "Große afrikanische Reise" Von Jo Rastram

Skulptur „Große afrikanische Reise“

Skulptur "Große afrikanische Reise" Von Jo Rastram

Skulptur „Große afrikanische Reise“

Letztendlich wurde es nun für uns aber Zeit, unsere Reise fortzusetzen – zunächst nach Warnemünde, um das Sonnenwetter für bessere Fotos zu nutzen (siehe Teil 1 meines Reiseberichts) und um danach zum Darß, unserem nächsten Ziel, aufzubrechen.

Auf zum Darß !

Mein Auto fährt Boot

Die kürzeste Verbindung von Rostock-Warnemünde aus ist die Nutzung der Warnow Fähre zur Hohen Düne. Die Überfahrt kostet 1,40€ pro Person und für einen PKW bis 5m noch einmal 3,50€ und dauert nicht lang.

Die Fähre zur Hohen Düne (c) Reise Leise

Die Fähre zur Hohen Düne (c) Reise Leise

Exklusiv - "Hohe Düne" Foto (c) Reise Leise

Exklusiv – „Hohe Düne“ Foto (c) Reise Leise

Im Fährhafen von Warnemünde (c) Reise Leise

Im Fährhafen von Warnemünde (c) Reise Leise

 

Auf der Fähre (c) Reise Leise

Auf der Fähre (c) Reise Leise

Auf der Fähre (c) Reise Leise

Auf der Fähre (c) Reise Leise

Angekommen auf der Hohen Düne, kann man einen Abstecher zum Jachthafen machen und in den luxuriösen Räumlichkeiten einen Kaffee trinken und dem Treiben auf den Booten zusehen. Wir entschieden uns dafür, gleich weiter zu fahren, denn wir waren schon sehr gespannt auf die Landschaft dieser Halbinsel.

Die Fahrt ging über kleine, hübsche Dörfer und durch schöne Landschaften, wobei man auch unterwegs noch einige Zwischenstopps einlegen kann. Graal Müritz ist ein bekannter Ferienort und das Freilichtmuseum Klockenhagen lädt zum Besuch ein. Letzteres zeigt Häuser und Gerätschaften der Menschen, die früher hier gelebt und gearbeitet haben. Dazu wurden Häuser aus 18 Dörfern abgetragen und hier wieder aufgebaut.

In Dierhagen geht es dann auf die Halbinsel Fischland-Darß. Das Panorama ist beeindruckend ! Links die Ostsee, rechts der Saaler Bodden. Bei sonnigem Wetter atemberaubend und bei Sturm und hohem Seegang sicherlich spannend, wie links und rechts die Natur tobt.

Ahrenshoop

Ahrenshoop ist ein malerischer Ort, der vielen sicher durch die Künstlerkolonie bekannt ist. Ähnlich wie in Worpswede suchten hier Künstler neue Inspiration und Ruhe für ihre Werke. Das Kunstmuseum Ahrenshoop zeigt ihre Arbeiten noch heute.

Für Ahrenshoop hatten wir sichereheitshalber vorgebucht und waren vom Ambiente unserer Bleibe überwältigt! Das Landhaus Esperort  liegt am Ortsausgang, hat einen direkten Blick über den Bodden und ein kleiner Weg führt von der Gartentür direkt zum Hafen.

Landhaus Esperort Foto (c) Landhaus Esperort

Landhaus Esperort Foto (c) Landhaus Esperort

Landhaus Esperort Foto (c) Landhaus Esperort

Landhaus Esperort Foto (c) Landhaus Esperort

Landhaus Esperort Foto (c) Landhaus Esperort

Landhaus Esperort Foto (c) Landhaus Esperort

Liebevoll eingerichtet und vorbildlich im Service, ist ein Aufenthalt hier sowohl für nur eine Nacht oder auch für länger ein entspanntes Erlebnis. Wir erhielten viele nützliche Tipps für unsere weitere Tour und fühlten uns fast wie zu Hause, zumal das Frühstück noch eine besondere Empfehlung verdient. Das Wetter war sehr schön, so dass wir auf der Gartenterrasse frühstücken konnten.

Voller Neugier gingen wir auf einen ersten Erkundungsspaziergang durch die Umgebung. Nur wenige Gehminuten vom Garten des Landhauses entfernt befindet sich der kleine Hafen, in dem es noch alte, traditionell, in den 30er Jahren,  gebaute Zeesenboote gibt. Ich erfuhr mit Staunen, dass diese Boote in meiner Geburtsstadt Wolgast entstanden sind. Man kann eine Tour buchen und die Halbinsel vom Bodden aus erleben:

Zeesenboot-Romantik (c) Reise Leise

Zeesboot „Blondine“  (c) Reise Leise

Zeesboot "Blondine" (c) Reise Leise

Zeesboot „Blondine“ (c) Reise Leise

Typenschild der "Blondine

Typenschild der „Blondine

Hafen Ahrenshoop (c) Reise Leise

Hafen Ahrenshoop (c) Reise Leise

Unmittelbar in der Nähe befindet sich auch ein Restaurant, das „Räucherhaus“, in dem es sich, selbst bei Regenwetter auf der überdachten Terrasse,  gut speisen lässt, z.B. frischer Fisch aus der Region.

Aber bevor wir dort einkehrten, wollten wir doch noch einen ersten Gang ans Meer unternehmen, in der Abendstimmung sicherlich ein schöner Anblick. Man kennt ja schon die Postkartenmotive und ich war erstaunt, dass wir sie auch auf Anhieb gefunden und – natürlich auch fotografiert haben:

Ahrenshoop, Hohes Ufer (c) Reise Leise

Ahrenshoop, Hohes Ufer (c) Reise Leise

Abendstimmung in Ahrenshoop (c) Reise Leise

Abendstimmung in Ahrenshoop (c) Reise Leise

Fotografen  werden hier auf alle Fälle auf ihre Kosten kommen. Ein paar Tage bleiben sollte man aber schon, um die verschiedenen Wetter- und Wolkenspiele einfangen zu können. Unser Ziel war für den Folgetag jedoch schon festgelegt, so dass hier einige erste Aufnahmen genügen mussten.

Abendstimmung in Ahrenshoop (c) Reise Leise

Abendstimmung in Ahrenshoop (c) Reise Leise

Abendstimmung in Ahrenshoop (c) Reise Leise

Abendstimmung in Ahrenshoop (c) Reise Leise

Der Darßer Weststrand

Der Weststrand gehört sicherlich zu den schönsten Landschaften an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Weißer Sand und beinahe türkisblaues Meer, dazu Strandgut, umgerissene Bäume und dem Wetter ausgesetzte Holzstücke bilden hier eine atemberaubende Kulisse nicht nur für Fotografen.

Auf Empfehlung unseres Vermieters und ausgestattet mit einer Wanderkarte, fuhren wir, für unsere Verhältnisse recht früh, bis zum Parkplatz „Drei Eichen“ in der Nähe von Born. Von dort aus gelangt man zu Fuß in ca. 15 Minuten über einen schönen Wanderweg durch den Wald bis zum Strand. Per Fahrrad geht es auch, aber das hatten wir ja nicht dabei. Man kann aber vor Ort auch Fahrräder mieten.

durch den Wald zum Weststrand (c) Reise Leise

(c) Reise Leise

Heckenrosen auf den Dünen (c) Reise Leise

Heckenrosen auf den Dünen (c) Reise Leise

Weite Dünenlandschaft (c) Reise Leise

Weite Dünenlandschaft (c) Reise Leise

Windflüchter (c) Reise Leise

Windflüchter (c) Reise Leise

fast menschenleerer Strand (c) Reise Leise

fast menschenleerer Strand (c) Reise Leise

fantastische Gebilde (c) Reise Leise

fantastische Gebilde (c) Reise Leise

unberührte Natur... (c) Reise Leise

unberührte Natur… (c) Reise Leise

breiter Sandstrand (c) Reise Leise

breiter Sandstrand (c) Reise Leise

Kalendermotive überall (c) Reise Leise

Kalendermotive überall (c) Reise Leise

 

Darßer Ort/Nordstrand

Nachdem wir den Strand ausgiebig erkundet hatten, machten wir uns auf zu unserem zweiten Ziel, dem Darßer Ort. Ich hatte schon viel davon gehört, u.a. sollte dort ein großer Leuchtturm stehen.

Auch hierzu gab uns unser freundlicher Vermieter einen guten Tipp: Im Ort Prerow sollten wir bis zum letzten Parkplatz im Ort fahren, in der Nähe des Zeltplatzes. Von dort führte ein Wanderweg dann direkt bis zum Darßer Ort. Die Länge des Weges beträgt über die „Regenbogenstraße“ oder den „Leuchtturmweg“ ca. 5 km. Das ist ein ganz schönes Ende, aber wir entschieden uns für den Fußweg.

Wem das Wandern zu unbequem ist, kann auch mit dem Kremser oder der kleinen Darß-Bahn zum Ziel gelangen. Aber noch fühlten wir uns fit genug für eine Marsch durch die Wälder des Landschaftsschutzgebietes. Hier gibt es auch einen großen Zeltplatz mitten im Wald und ich erinnerte mich, dass ich hier im Kinderferienlager war. Nun ist hier natürlich alles anders, komfortabler und organisierter – sicherlich ein guter Tipp um mit dem Zelt oder dem Wohnwagen Urlaub zu machen.

Dort angekommen, war ich doch etwas enttäuscht, aber das ist mein ganz subjektiver Eindruck. Nach der Einsamkeit und Schönheit des Weststrandes war ich auf die vielen Besucher am Nordstrand nicht vorbereitet. Aber was hatte ich auch erwartet? Es war inzwischen Nachmittag und entsprechend viele Touristen hatten auf dem einfachen Weg, nämlich mit Kremser und Bahn, schon vor uns den Weg zum Leuchtturm bewältigt. Wer es also einsamer und ruhiger will, sollte schon früh aufbrechen. Dann ist es dort sicher sehr schön.

Hier ein paar Eindrücke:

Nordstrand (c) Reise Leise

Nordstrand (c) Reise Leise

Leuchtturm am Darßer Ort (c) Reise Leise

Leuchtturm Darßer Ort

Wolkenspiele (c) Reise Leise

Wolkenspiele (c) Reise Leise

Sicherlich komme ich noch einmal zurück und werde dann möglichst früh vor Ort sein um die Atmosphäre anders aufnehmen zu können. Zum Abend ist es bestimmt auch sehr schön dort – nur die 5 km Rückmarsch könnten zum Problem werden, wenn kein Kremser oder keine Bahn mehr fährt.

Für diesen Tag entschieden wir uns jedoch, den Kremser für die Rücktour zu nehmen. wir hatten ohnehin schon gut 15 km in den Beinen. Genug für einen Tag! Für 6 € pro Person zuckelten wir mit zwei kräftigen Mecklenburger Pferden 50 min lang durch den Wald und konnten unsere Beine ein wenig entlasten. Unterhaltsam war es auch, denn als letzte Mitfahrer war für uns nur noch Platz auf dem Kutschbock und der freundliche Kutscher sorgte für gute Unterhaltung.

Zum späten Nachmittag verließen wir dann den Darß, obwohl diese Halbinsel es wirklich Wert ist, noch etwas länger zu verweilen. Wer mehr Zeit hat, kann noch viel mehr entdecken. Hier nur eine kleine Auswahl:

Die kleinen Orte Born und Wieck bieten Idylle pur – kleine reetgedeckte Häuser mit bunt bemalten Türen und verträumten kleinen Häfen, das Ostseeheilbad Zingst oder eine Tour zu den Sundischen Wiesen lohnen sich ganz bestimmt. Es gibt viele gut ausgebaute Radwege, so dass man das Auto ruhig stehen lassen kann.

Wir wollten aber nun weiter zur Insel Rügen – und das bedeutet eine Fahrt über Barth und Stralsund und die schöne Rügenbrücke, die sich in sanftem Boden über den Strelasund beugt.

Die neue Rügenbrücke (c) Reise Leise

Die neue Rügenbrücke (c) Reise Leise

Die neue Rügenbrücke (c) Reise Leise

Die neue Rügenbrücke (c) Reise Leise

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere nächsten Ziele sind u.a. der „Koloss von Rügen“ (das ehemalige „Kraft-durch-Freude“ Bad) in Prora, den Hafen von Sassnitz, den nördlichsten Punkt der Insel „Kap Arkona“, vielleicht auch die Rügener Kreidefelsen. Das ist eigentlich ein MUSS für jeden Rügen-Besucher, aber da auch dieser wieder in einem Naturschutzgebiet liegt und dessen Erkundung auf dem Fußweg viel Zeit in Anspruch nehmen wird, ist dieses Ziel mit einem „vielleicht“ versehen.

 

Lesen Sie hier über den ersten Teil meiner Ostsee-Reise (Bad Doberan und Warnemünde) !

 

 

 

 

 

 

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