Island, Auf dem Weg zum Gulfoss und zum Geysir (c) Reise Leise

Island 2.0. – Roadtrip 2018


Wer einmal in Island war, den lässt es nicht wieder los. Nach meinem ersten Aufenthalt 2014 war es klar, dass ich zurückkommen werde. Noch nie hatte ich in einem Urlaub so sehr zu mir selbst gefunden.

Seljalandsfoss (c) Reise Leise

Seljalandsfoss (c) Reise Leise

Fjallsárlon (c) Reise Leise

Fjallsárlon (c) Reise Leise

Nun ist der Entschluss gefallen, Flug und Mietwagen gebucht und es geht los mit der Reiseplanung.

Heute geht es also in meinem Beitrag um die ersten Ideen, wichtige Voraussetzungen und einige Prioritäten.

Meine eigene Intention

Für mich war seit meiner letzten Reise klar, dass ich mehr Zeit brauche für dieses schöne, sehr besondere Land. Ich habe mir also für 2018 drei Wochen freigeschaufelt, werde allein und mit dem Zelt und Mietwagen unterwegs sein.
Das alles zusammen ist eine ziemliche Herausforderung und ich bin gespannt, wie ich das meistere.

Ich möchte Zeit haben, viel Zeit… Zum „Runterfahren“, zum Erleben der Landschaft und zum Fotografieren. Ziel ist es nicht, möglichst viel „abzuarbeiten“, sondern Island in meinem ganz eigenen Tempo zu erfahren.

Camping im Pingvellir-Nationalpark (c) Reise Leise

Camping im Pingvellir-Nationalpark (c) Reise Leise

Mondlandschaft auf Reykjanes (c) Reise Leise

Mondlandschaft auf Reykjanes (c) Reise Leise

Kraterlandschaft auf Heimaey (c) Reise Leise

Kraterlandschaft auf Heimaey (c) Reise Leise

Während es vor drei Jahren aufgrund der begrenzten Zeit nur möglich war, nur die bekanntesten Highlights zu besuchen, möchte ich 2018 die gesamte Ringstraße abfahren und dazu noch ins zentrale Hochland. 4×4-Antrieb ist zwingend und ich werde mir zum kommenden Frühjahr ein Offroad-Fahrsicherheitstraining buchen. Ohne jede Erfahrung durch Furten und über unbefestigten Schotter und tiefe Löcher zu fahren wäre blauäugig und dazu noch gefährlich.

Erste Ziele

Bekanntes

Reykjanes

Ausgangspunkt der Tour wird Keflavik sein – der Flughafen, an dem ich den kleinen Jeep in Empfang nehmen kann.

Wahrscheinlich werde ich mir einen Tag für die Halbinsel Reykjanes nehmen und dort auch das erste Mal mein kleines Zelt aufschlagen. Hier gibt es eine Menge zu sehen, was auch gut als Kulisse in einen Starwars-Film passen würde. Außerdem kann man hier eben mal von Europa nach Amerika spazieren, was die Kontinentalplatten betrifft.

Reykjavik

Ob ich noch einmal in die Hauptstadt fahre, weiß ich noch nicht. Reykjavik ist nicht groß und schnell erkundet. Die Highlights wie z.B. den Hafen, das Konzerthaus „Harpa“, die Halgrimskirche und ja, sogar das Phallusmuseum, habe ich gesehen… Da werde ich wahrscheinlich andere Prioritäten setzen und mir das für das Ende meiner Reise aufheben, falls noch Zeit sein sollte.

Halgrimskirche (c) Reise Leise

Halgrimskirche (c) Reise Leise

Wahrzeichen im Hafen (c) Reise Leise

Wahrzeichen im Hafen (c) Reise Leise

Harpa, Reykjavik (c) Reise Leise

Harpa, Reykjavik (c) Reise Leise

Harpa, Reykjavik (c) Reise Leise

Harpa, Reykjavik (c) Reise Leise

Golden Circle

Ist und bleibt die Wiederholung Wert! Hier möchte ich noch einmal zum Gullfoss Wasserfall und natürlich zum Geysir Strokkur. Letzterer schießt seine Wassermassen nur alle ca. 20 min nach oben – Warten ist also angesagt und dieses mal werde mir die Zeit nehmen mit Stativ und viel Geduld das ‚ultimative Foto‘ zu erwischen.

Gullfoss-Wasserfall (c) Reise Leise

Gullfoss-Wasserfall (c) Reise Leise

Der Strokkur in Ruhephase, Foto Reise leise

Der Strokkur in Ruhephase, Foto Reise Leise

Hinter dem Areal des Gullfoss endet die asphaltierte Straße und geht über in eine sogenannte ‚Gravel Road‘. Eine erste Möglichkeit, ins Hochland abzubiegen.

Ende der Asphaltstraße - ab hier: "gravel road"

Ende der Asphaltstraße – ab hier: „gravel road“

"gravel road" - allein mit sich und der Straße

„gravel road“ – allein mit sich und der Straße

Weiterer Grund, in dieser Gegend noch einmal Station zu machen, sind die Hot Pots, wo man sich nach einer anstrengenden Tour ins heiße Wasser absenken und wunderbar entspannen kann. Ich habe bereits darüber geschrieben. Wer noch mal anahlesen möchte, kann es hier.

Jökulsárlón

Hier hat es mir buchstäblich die Sprache verschlagen, als ich die Gletscherlagune das erste mal sah. Für den Jölulsárlón nehme ich mir auf jeden Fall einen ganzen Tag Zeit und bleibe bis zum Sonnenuntergang.

Jökullsárlón (c) Reise Leise

Jökullsárlón (c) Reise Leise

Jökullsárlón (c) Reise Leise

Jökullsárlón (c) Reise Leise

Lón-Gebiet

Hier hatten wir 2014 nur einen kurzen Abstecher gemacht. Die Landschaft ist faszinierend und vor allem die Vielfarbigkeit der Berge lockt mich noch einmal in diese Region. Zudem gibt es mitten in dieser Schönheit einen Zeltplatz, den ich mit Sicherheit ansteuern werde. Hier endet auch die Straße. Weiter geht es über Geröll.

Lón-Gebiet (c) Reise Leise

Lón-Gebiet (c) Reise Leise

Lón-Gebiet (c) Reise Leise

Lón-Gebiet (c) Reise Leise

Dyrhólay und Vik

Auch hier werde ich länger verweilen. Ein schwarzer Strand, Felsnadeln und ein Felsentor im Meer – das will ich noch genauer und mit mehr Zeit erkunden. Immer vorausgesetzt, Wetter und Licht spielen mit.

Dyrholaey/Felsnadeln von Vik (c) Reise Leise

Dyrholaey/Felsnadeln von Vik (c) Reise Leise

Dyrholaey (c) Reise Leise

Dyrholaey (c) Reise Leise

Snæfellsnes

Auf der Halbinsel Snæfellsnes lohnt sich der Aufenthalt wegen der interessanten geologischen Strukturen, dem Vulkan Snæfellsjökull und der Möglichkeit, beim Herrn Bjarnason in Bjarnarhöfn   Hákarl , fermentiertes Eishaifleischzu verkosten.

Hellnar/Snaefellsness (c) Reise Leise

Hellnar/Snaefellsness

Hellnar/Snaefellsness (c) Reise Leise

Hellnar/Snaefellsness (c) Reise Leise

Hellnar/Snaefellsness (c) Reise Leise

Hellnar/Snaefellsness (c) Reise Leise

Snæfellsjökull (c) Reise Leise

Snæfellsjökull (c) Reise Leise

 

 

 

 

Jedermanns Sache ist das definitiv nicht . Beim letzten Mal hingen dort fertige Stücke – also nicht frisch aus der Kiste. Es stank nicht und schmeckte nach leicht gesalzenem fetten Speck. Das war im August. Ich werde es nun im Juni/Juli noch einmal probieren und dann berichten, ob ich 2014 einfach nur Glück hatte oder ob die anderen Besucher übertreiben…

Trockenhütte mit Eishai-Stücken

Trockenhütte mit Eishai-Stücken

Nur Mut! Eishai-Verkostung! Foto (c) ReiseLeise

Nur Mut! Verkostung! Foto (c) ReiseLeise

 

Fazit

Es gibt viele Gründe, sich einige Plätze noch einmal in Ruhe anzuschauen und auf sich wirken zu lassen.

Auf die vielen weiteren Wasserfälle bin ich absichtlich nicht eingegangen, da man diese auf dem Weg „mitnehmen“ kann. Es ist praktisch unmöglich ihnen auszuweichen. Gleiches gilt für heiße Quellen – auch davon hat Island reichlich. Ich erinnere mich noch gut, wie wir in den ersten Tagen von den Dampf-Fontänen begeistert waren – später nahmen wir sie schon als selbstverständlich hin.

Ähnlich erging es uns beim Anblick der ersten Island-Pferde. Anhalten – fotografieren – weiter. So oft kann man gar nicht anhalten wie es Pferde zu sehen gibt!

Neue Ziele

Hier bin ich noch ganz am Anfang. Zunächst habe ich mir eine aktuelle Straßenkarte bestellt und dort alles Orte farblich markiert, die ich schon besucht habe.

Mit einer anderen Farbe kennzeichne ich die Plätze, die ich noch nicht kenne und anschauen will. Für Informationen dazu nutze ich meinen Reiseführer Island aus dem Michael-Müller-Verlag, der schon bei der letzten Reise hervorragende Dienste geleistet hat. Inzwischen ist eine Neuauflage angekündigt (siehe Link). Darüber hinaus bieten Facebook-Seiten und -Gruppen gute Möglichkeiten sich zu informieren.

Wichtige Notizen fasse ich in einem großen Heft zusammen, das mich auch auf der Reise begleiten wird. Das kann ich dann gleichzeitig als Reisetagebuch verwenden.

In einem späteren Blogbeitrag schreibe ich dann mehr dazu.

Vorbereitungen

Buchungen

Flug

Das ist das erste, was man tun sollte und das auch rechtzeitig. Island wird als Reiseziel immer beliebter und dementsprechend sollte man Flüge, Mietwagen und ggf. auch Hotels rechtzeitig buchen.

Den Flug habe ich wieder bei WOW air gebucht und insgesamt inklusive Reiserücktrittsversicherung und einem zusätzlichen Gepäckstück (für die Camping-Ausrüstung) knapp unter 600€ bezahlt. Das geht in Ordnung, obwohl es schon etwas teurer ist als vor 3 Jahren.

Flughafen Kevlavik (c) Reise Leise

Flughafen Kevlavik (c) Reise Leise

Flughafen Kevlavik (c) Reise Leise

Flughafen Kevlavik (c) Reise Leise

Mietwagen

Auch Mietwagen sollte man frühzeitig buchen. Es gibt große Preisunterschiede. Für den von mir präferierten Suzuiki Jimny 4 x 4 schwankten die Preise, je mach Anbieter zwischen 1500 (kaum Zusatzleistungen inklusive, mit km-Begrenzung) und fast 3000€ für 3 Wochen Mietdauer.

Letztendlich entschied ich mich für die Buchung bei Cars Iceland zu einem Preis von ca. 2.300€, wobei eine Anzahlung von ca. 380€ gefordert wurde.

Wichtig bei Mietwagen: die Versicherungsbedingungen ! In meinem Vertrag sind alle möglichen Eventualitäten inkl. Steinschlag etc. eingeschlossen. Weiter sollte man gut kalkulieren, welche Strecke man fahren wird. 3000km sind für eine komplette Rundfahrt und einige Abweichungen zu knapp bemessen.

Etliche Unternehmen verlangen die Vorauszahlung des kompletten Preises. Nach den Erfahrungen mit AirBerlin hatte ich keine Lust auf neue Risiken. Vor Ort mit Kreditkarte an der Abholstation bezahlen ist mir lieber.

Unterkunft

Für mich nicht relevant, da ich mit dem Zelt unterwegs sein werde. Für meinen kleinen Unterschlupf werde ich schon überall Platz finden, da mache ich mir keine Sorgen. Gegebenenfalls werde ich mir ab und zu ein Zimmer versuchen zu mieten, falls das Wetter schlecht ist oder ich einfach mal in einem richtigen Bett schlafen möchte.

Im Zuge meiner Planungen werde ich mir dann genauer überlegen, ob ich etwas vorbuchen will. Was mich natürlich in meiner Spontaneität einschränken wird. Da man sich aber unterwegs ganz gut in die WLAN-Netze von Tankstellen, Restaurants und Touristenzentren einwählen kann, bleibe ich mal optimistisch und versuche über booking.com kurzfristig etwas zu finden.

Ausrüstung

Technisches Equipment

Natürlich braucht man für so eine Tour einiges an wichtiger Ausrüstung: iPad und Handy sind ja sowieso unentbehrlich und haben mich auch bei der ersten Reise gut unterstützt. Ob es nun um Wetterbedingungen ging, die Warnungen zum angedrohten Vulkanausbruch oder schlichtweg, um mit Freunden und Familie in Verbindung zu bleiben.

Bei einem Solo-Unternehmen wie dem meinen ist es natürlich auch unerlässlich, in Gefahrensituationen schnell Hilfe rufen zu können. Handy und eine gute Flatrate sind hier ganz wichtig.

Geräte,Kabel,Adapter

Geräte,Kabel,Adapter (Handy inzwischen ersetzt !

Darüber hinaus hat mir ein externer Akku extrem gute Dienste geleistet. Aufgrund der Temperaturen, besonders nachts im Zelt (bis zu 5°C) sind die Akkus im Handy wesentlich schneller entladen als hier in Mitteleuropa. Mit meinem „Anker“ in iPhone-Größe konnte ich mein Handy 4x aufladen bevor der „Anker“ selbst wieder ans Netz musste.

Ein Ladekabel für den Zigarettenanzünder im Auto sollte man auch dabei haben. Bei Touren, die durch das Hochland führen, kommt man eine ganze Weile nicht an festen Steckdosen vorbei. Man vergisst einfach zu oft, dass das Land dünn besiedelt ist.

Auch für Kamera-Akkus gilt: lieber ein paar mehr mitnehmen, bevor sie an den schönsten Fotoobjekten den Dienst versagen. Ich habe mir Akkus gekauft, mit deren Ladegeräten ich auch im Auto aufladen kann.

GPS – ich habe ein mobiles Garmin und bin damit bisher sehr zufrieden gewesen. Beim letzten Mal haben wir es nicht gebraucht, da wir auch mit der Landkarte sehr gut zurechtkamen. Für das Landesinnere könnte eine Orientierung per GPS vielleicht hilfreich sein. Ich werde bei Gelegenheit testen, wie detailliert mein Garmin für Island rechnet und dann mal sehen, ob ich doch eins von der Mietwagenfirma leihe.

Campingausrüstung

Das meiste habe ich schon, jedoch muss ich unbedingt einen wärmeren Schlafsack haben. Mein erster sollte zwar bis -10°C gut wärmen, ich habe aber trotzdem ziemlich gefroren. Ich überlege mir echt, ob ich mir einen Alpin-SAchlafsack zulege. Aber das hat noch Zeit und ich lasse mich dazu noch beraten.

Iso-Matten müssen sein – da habe ich jetzt zwei. Die sollten ausreichen.

Die Zeltplätze sind gut ausgestattet, so dass wenig zusätzlich mitgeschleppt werden muss. Ein kleiner Armeekocher hat beim letzten Mal gereicht und wird es auch dieses Mal, denke ich.

 

Das war also mein erstes Update für meine Islandreise 2018.

Hier noch ein paar Links zu den Berichten von 2014:

Reykjavik – die nördlichste Hauptstadt der Welt

Mit dem Auto durch Island – entspannter Fahrspaß und Abenteuer

Zelten in Island – eine neue Erfahrung …

Seljalandsfoss – (k)ein Wasserfall von vielen…

Jökulsárlón – magischer Ort der Stille und Einkehr

Ein Tag auf den Westmänner-Inseln – Teil 1

Ein Tag auf den Westmänner-Inseln – Teil 2

Tagestour – unterwegs auf Snæfellsnes – Teil 1

Die Strukturen Islands

Island – eine Reiseroute 

Eishai oder Hummersuppe – Essen und Trinken in Island

Islands Wasserfälle

Wie ein Hot Pot die Gedanken klär…

 

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu „Island 2.0. – Roadtrip 2018

  1. Pingback: Neustart – oder: ich bin wieder da! | Cordula Kerlikowski

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